Firmung Henau und Niederuzwil 2016

Funken entstehen durch Reibung

Junge Erwachsene der Pfarreien Henau und Niederuzwil liessen sich am Samstag von Generalvikar Guido Scherrer und Pfarrer Bernhard Sohmer firmen. «Funkenflug» war das Thema des Festes.

Manchmal springt der Funken über, manchmal funkt es zwischen zwei Menschen und ab und zu sprühen die Funken, wenn zwei sich streiten. Das Streichholz, das sich erst durch Reibung entzündet, die Funken und das Feuer, das bereits durch Gott in den Menschen angelegt ist, waren die Grundlagen der Gedanken, die die Firmkandidatinnen und –kandidaten, der Firmspender und andere Mitgestaltende im Festgottesdienst in der Christkönigskirche Niederuzwil zur Firmung äusserten.

Verantwortung übernehmen

Sieben der jungen Frauen und Männer begrüssten in ihrer je eigenen Sprache. Kari Bürgler und Antoinette Haunreiter hatten die 37 jungen Menschen zusammen mit Firmbegleiterinnen und –begleitern auf ihrem Weg bis zum Ja zur kirchlichen Gemeinschaft in ihrer Auseinandersetzung begleitet. Und am Samstag waren sie zusammen mit ihren Patinnen und Paten, den Eltern und Angehörigen gekommen, die Verantwortung für ihren Glauben und ihr Christsein zu bekräftigen. Das war ihnen so viel wert, dass sie sich festlich gekleidet hatten. Sie bekannten ihren Glauben mit einem Text einer Firmkandidatin und hielten dabei die brennenden Kerzen in der Hand, die sie selber gestaltet hatten: «...Im grösste Sturm, inmitte vom Meer, werdet sie (Gott und Jesus) mi nöd untergoh loh.» Simon Hofer, einer der Organisten der Katholischen Kirche Uzwil und Umgebung, hatte eine dreiköpfige Band zusammengestellt. Dazu gehörte die Sängerin Claudia Jakob. Während der Gabenbereitung übernahm Estelle Zahner, die kurz zuvor mit ihren Weggefährten gefirmt worden war, einen Solopart.

Könige, Propheten und Priester

In der Predigt nahm Generalvikar Guido Scherrer das Symbol Zündholz auf, um aufzuzeigen, dass man sich an Christus reiben konnte, weil er auf Konfrontation ging. «Es ging ihm um Wichtiges. Er zeigte sich solidarisch mit den Menschen, er ging Auseinandersetzungen ein, damit das Wahre und das Gute an die Oberfläche kam.» Als Christen sei man immer neu aufgerufen, für die Gerechtigkeit einzustehen. Der Geist Gottes sei den Menschen geschenkt. Die Salbung der Firmung mache sie zu Königen, Priestern und Propheten. Er legte aus, was dieses dreifache Amt bedeute: Verantwortung, die Zeichen der Zeit verstehen und Gott dankbar sein für Menschen, die einem etwas bedeuten. Funken und Feuer entstünden nur, wenn man bereit sei, sich für das Gute einzusetzen, das Gute zu wollen. «Es ist notwendig, das Licht der Wahrheit neu aufleuchten zu lassen», gab der Firmspender den jungen Menschen mit auf den Weg. Diese stellten sich am Schluss eines würdigen Gottesdienstes vor den Altar und sangen gemeinsam das Lied «Auf uns». Sie liessen dabei, entsprechend dem Liedtext, ein kleines Feuerwerk brennen. «So viele Lichter sind geblieben.»

Cecilia Hess-Lombriser

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Firmung Henau und Niederuzwil 2016