Die Augen sind zugekniffen – konzentriert lenkt der zehnjährige Florian seinen Spielzeugtraktor um die enge «Henauer Kurve» und flitzt um die Strohballen herum dem Ziel entgegen. Rund 50 Ministranten im Alter zwischen neun und 18 Jahren kämpften auf Spielzeugtraktoren um die Bestzeit. Im Stil eines Seifenkistenrennens haben die Mitglieder der JuKo, also ehemalige Oberministranten, einen Kurs mit Strohballen rund um die Kirche Oberuzwil ausgeflaggt.

Dank Werbebanden und Aufklebern an den Traktoren kommt Formel-1-Feeling auf, ähnlich wie bei der ersten Austragung vor einem Jahrzehnt. «Als der Belag damals neu geteert wurde, sind wir zum ersten Mal mit Seifenkisten heruntergefahren», sagt Patrick Blöchlinger von der JuKo. Jetzt verwandelten sie den Garten der Kirche bereits zum fünften Mal zu einer Rennstrecke – aber zum ersten Mal mit Ministranten aus neun verschiedenen Scharen.

Neu ist auch die Technik: Auf einem grossen Turm sitzen Jury und Speaker. Via Funk und Skype sind sie mit dem Start verbunden. Dann knackt das Funkgerät: «Strecke ist frei», heisst es, die elektronische Zeitmessung löst aus und der nächste Ministrant stürzt sich auf die abenteuerliche Reise über den Asphalt.

Zu diesem Strassenrennen der besonderen Art hatten die Minipräsides der Seelsorgeeinheiten Uzwil und Magdenau mit ihren Scharen aus Degersheim, Flawil, Niederglatt, Wolfertswil, Jonschwil, Bichwil, Oberuzwil, Niederuzwil und Henau zusammen mit der akj Thurland (Animationsstelle für kirchliche Jugendarbeit) geladen. Die nächste Auflage findet 2020 statt.

Michael Hanke


Die Piloten in der sogenannten Mesmerkurve.

Church Area Circuit.

Formel-1-Feeling